Ich bin dann mal offline.

Am 15.01.2017 entschied ich mich für einen Entzug. Ein Entzug von der ganzen Ablenkung, von den ganzen unwichtigen (und wichtigen) Informationen. Ich habe Instagram, Snapchat und Facebook von meinem Handy gelöscht und habe mich auch am Laptop überall abgemeldet

Kein Instagram, kein Facebook, kein YouTube. Selbst Netflix ist zur Zeit für mich tabu. Alles, was mich ablenkt, alles, was eigentlich nur meine Zeit verschwendet, all das meide ich derzeit.

Warum sollte man das tun?

Um zu sich zu finden. Wir alle wissen doch, dass die Welt in den Sozialen Medien nicht echt ist. Jeder postet nur die schimmernden Dinge, die strahlende Seite seines Lebens. Da bin selbst ich kein bisschen besser. Wobei ich tatsächlich versuche, sowie viele andere auch, sehr offen und ehrlich zu sein. Doch meistens veröffentlicht man an einem schlechten Tag dann eben nichts, statt die Wahrheit. Gut so, denn wirklich sehen will ich das ja wiederum auch nicht…

Aber wieso sollte man sich hin und wieder mal eine Offline-Zeit nehmen? Ich wiederhole mich, um zu sich zu finden. Was spielt bei dir denn gerade eine Rolle? Wie geht es dir wirklich? Wo liegt dein Fokus, wenn du all das andere mal ausblendest?

Ich habe schon einmal einen (gezwungenen) Entzug gemacht. Das waren nur ein paar Tage, aber damals habe ich mir auch das Spielen am Handy oder an Konsolen nicht untersagt und saß somit den ganzen Tag vor der X-Box.

Dieses Mal habe ich auch alle Spiele gelöscht. Denn ich will Zeit für mich. Damit meine ich, wirklich wieder zu mir zu finden. Ich will nicht bügeln, Fenster putzen oder Sport machen. Es sei denn ich merke, dass es genau das ist, was ich jetzt gerade brauche.

Ich habe verlernt, auf mich zu hören

Manchmal weiß ich gar nicht, wer ich bin. Ich kann nicht unterscheiden, ob da gerade mein Herz oder mein Kopf spricht. Und manchmal höre ich nicht einmal, was da gesagt wird. Ich merke richtig, wie ich dann den ganzen Tag immer wieder zu irgendwelchen Posts, Videos oder Serien abdrifte. Manchmal denke ich sogar im Bett noch darüber nach und kann nicht einschlafen…

Ich lenke mich ab. Massiv. Absolut extrem. Wenn ich etwas richtig, richtig gut kann, dann mich betäuben. Mit Serien. Mit Sozialen Medien. Und mit Essen. Ich bin einfach gut darin, nicht bei mir zu sein. Und dadurch habe ich verlernt auf mich zu hören. Nicht nur das, ich glaube sogar, ich habe vergessen, wer ich eigentlich bin.

Was macht mich aus? Was interessiert mich? Worin bin ich gut? Was tue ich gerne? Wie will ich leben? Was mag ich? Wer möchte ich sein? Was schmeckt mir am besten? Was fühle ich gerne? Wohin will ich kommen?

Ich will mich wieder hören!

Darum war ich zwei Wochen offline. Jetzt bin ich wieder da. Wie die Zeit ohne meine liebsten Informationsquellen für mich gewesen ist könnt ihr gerne hier nachlesen.

Willst du dir auch etwas Gutes tun? Dann geht offline!


One thought on “Tu dir was Gutes und bleib mal offline”

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