Veränderungen

Wenn du dich gerade aktiv mit persönlicher Weiterentwicklung auseinander setzt, dann sehr wahrscheinlich deswegen, weil du unzufrieden bist. Vielleicht bist du in erster Linie mit dir unzufrieden, vielleicht auch mit deinem Leben als solches. Im zweiten Fall geben wir oft jahrelang den anderen die Schuld. Die anderen sind unfair, die anderen haben mehr Glück, die anderen führen mein Traumleben und deswegen muss ich mich ja schlecht fühlen.

Inzwischen dürfte dir klar sein, dass es eben nicht die anderen sind, die für dein Leben und deine Gefühle verantwortlich sind. Du ganz alleine hast die Verantwortung für dein Leben, und somit auch für deine Gefühle und Gedanken. Die anderen steuern nicht was du denkst, sie pflanzen dir auch keine Gefühle ein, die du dann fühlen musst. Das alles liegt allein bei dir und nur du kannst entscheiden, und tust es in jeder Minute, wie du die Dinge betrachten und behandeln willst.

DU HAST DIE VOLLE VERANTWORTUNG

Verantwortung zu übernehmen ist oft nicht so einfach. Erst recht deswegen nicht, weil man sich selbst erst einmal eingestehen muss, dass nur man selbst die Wahrnehmung und Konsequenzen bestimmt. Viel leichter ist es dagegen, anderen die Schuld zu geben und sich somit aus der Verantwortung zu stehlen. Aber das geht nicht.

Willst du ein besseres Leben führen, mehr Geld verdienen, dünner sein, mehr erleben, dann musst du auch etwas dafür tun.

Aus welchem Grund sollte dir dein Chef einfach so mehr Geld geben? Wie stellst du dir vor, sollte dein Umfeld agieren damit du abnimmst? Woher nimmst du die Erwartung, dass deine Bekannten für mehr Spannung in deinem Leben sorgen müssen?

Nein, nicht die anderen müssen aktiv werden, sondern du!

VERÄNDERUNGEN BEGINNEN IMMER BEI DIR

Du bist der einzige Akteur in deinem Leben, der aktiv werden kann. Stimmt nicht? Gut, nehmen wir das Beispiel, dass dein Partner berufsbedingt in eine andere Stadt ziehen muss und du der Beziehung wegen mitgehst. Was haben wir hier? Abenteuer, vielleicht mehr Geld, im besten Falle ein schöneres Leben. Prima. Und denkst du nun, dass die Veränderung in deinem Leben durch deinen Partner kam?

Diese Annahme ist falsch. Dein Partner hat für sich entschieden, etwas in seinem Leben zu verändern. Aufgrund eurer Bindung bezieht er dich in diese Entscheidung mit ein. Aber du bist der aktive Part der jetzt für oder gegen diese Veränderung stimmen kann. Im schlimmsten Fall geht dein Partner ohne dich, aber egal wie es ausgeht, du entscheidest für dich, du bestimmst für dich, du hast die Verantwortung für dein Leben.

Also, die Veränderung beginnt bei dir, der Impuls für eine Veränderung dagegen kann selbstverständlich, und vermutlich auch sehr häufig, von Außen kommen.

Wenn dir erst einmal klar ist, dass du Veränderungen startest, dann wird es dich auch nicht überraschen, dass deine Veränderungen auch andere „verändern“. 

NACH DIR KOMMEN DIE ANDEREN

Widerspricht sich das jetzt nicht? Wieso verändern sich die anderen, nur weil du dich veränderst? Genau genommen tun sie das gar nicht. Aber durch deine Veränderungen wird sich auch im Außen etwas tun.

So kannst du zum Beispiel andere Menschen durch deine Erfolge motivieren = du gibst einen Veränderungsimpuls in dein soziales Umfeld.

Hier möchte ich gerne mit einem Beispiel kommen, über dass ich mich gerade sehr freue. Im Januar habe ich begonnen, meine Ernährung umzustellen und abzunehmen. Nach knapp zwei Monaten war ich dann zum ersten Mal wieder auf der Waage. Ich hatte einen ziemlichen Erfolg und da ich mit meiner Kollegin im engen Austausch darüber stehe und sie mir auch total viel Motivation und Feedback gibt, sprachen wir auch über diesen Erfolg.

Ein paar Tage später kam sie ins Büro und erzählte mir, dass sie auf der Waage war und sofort etwas ändern muss. Sie fängt jetzt an.

Eigenverantwortung

Ich habe nicht sie verändert, aber ich bin ihr mit erfolgreichem Beispiel voran gegangen und zeige ihr, dass es geht. Und durch diesen Impuls hat sie nun entschieden, es mir gleich zu tun um wieder für sich zu sorgen.

Ein weitere Punkt, wie du andere „verändern“ kannst ist, dass du dich neu ausrichtest. Das passiert gar nicht unbedingt bewusst, aber durch deine Veränderung wirst du dich ggf. auf andere Dinge fokussieren und das, was du fokussierst, wird mehr werden. Wenn du also beispielsweise keine Lust mehr auf andauernde negative Gedanken und ständiges Genörgel hast, dann wirst du dich in Zukunft ganz automatisch von Menschen mit solchen Angewohnheiten distanzieren und positivere Menschen anziehen.

Durch dieses unbewusste Wirken auf dein Umfeld veränderst du dein Leben. Nur, wenn du hier selbstreflektiert und achtsam bist, wirst du feststellen, dass es deine Veränderung ist, die auch dein Leben = dein Umfeld = die anderen verändert.

Lass mich zum Abschluss noch einmal die grandiosen Worte von Gandhi in diesem Zusammenhang zitieren:

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir in der Welt wünschst!“

Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei, dich zu verändern. Das es einfach ist sagt keiner, aber jeder wird dir bestätigen können, dass es sich lohnt!

2 thoughts on “Wie du andere veränderst”

  1. Deinen Beitrag fand ich sehr eindrücklich. Wir vergessen dass viel zu oft, finde ich , und ich ertappe mich immer wieder dabei, die Verantwortungen für bestimmte Situationen und meine Gefühle auf jemand anderen zu schieben, obwohl ich weiß, dass es nicht so ist… Ich glaube aber schon, dass wir tatsächlich auch andere ändern, das ergibt sich zwangsläufig weil wir alle miteinander verknüpft sind. Verändert sich ein Teil des Systems, müssen die anderen Teile darauf reagieren, oder das System verlassen. Anders geht es nicht. Liebe Grüße!

    1. Hallo Andreas,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Du hast recht und offenbar ist es in meinem Artikel nicht ganz deutlich geworden. Natürlich können wir andere verändern, allerdings meiner Meinung nur, in dem wir uns verändern bzw. für uns Verantwortung übernehmen. Will ich beispielsweise, dass mein Partner mehr aufräumt, dann kann ich ihn zwar immer wieder darauf hinweisen, doch das ist ja keine Veränderung. In dem ich ihm aber eine saubere Umgebung vorlebe und „zeige“, wie einfach es sein kann, kann er diese Gewohnheit von mir adoptieren. Aber genau das beschreibst du ja auch mit dem System 🙂

      Liebe Grüße, Angela

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