Angst

Irgendetwas lähmt dich? Du kommst nicht ins Handeln? Du organisierst, schmiedest Pläne, kaufst alles Notwendige, informierst dich und du träumst? Du träumst vom Erfolg, davon, dein Ziel zu erreichen. Und du tust… Nichts. Gar nichts.

WARUM DU NICHT INS HANDELN KOMMST

Hast du eine Idee, was der Grund für deine Untätigkeit sein könnte?

Bis vor ein paar Tagen hatte ich meinen Grund mal wieder völlig vergessen. Das tue ich gerne. Ich vergesse einfach alles, was wichtig wäre um mich besser zu verstehen und um gegenzulenken.

Soll ich dir sagen was der Grund für deine Handlungsunfähigkeit ist? Es ist Angst. Angst geschürt durch negative Erfahrungen und limitierende Glaubenssätze. Angst vor dem Scheitern, davor, zu versagen und davor, dass alles genau so unerträglich bleibt wie jetzt, obwohl du alles in deiner Macht stehende getan hast, um die Ist-Situation zu verändern. Du hast ganz einfach die Hosen voll!

MEINE ANGST UND ICH

Gerade eben saß ich heulend auf dem Boden im Flur. Mein Freund steht am Herd und macht Pfannkuchen. Wir reden über meine Zukunftspläne, meine Unzufriedenheit und er fragt mich, warum ich eigentlich nichts dagegen mache.

Ich gucke ihn schmollend an und zähle all das auf, was ich in den vergangen Wochen gemacht habe und auch die Dinge, die ich aktuell tue. „Ja“, sagt er, „das ist ja alles ganz gut und schön. Aber das reicht nicht Schatz!“

Das reicht nicht. Nein, das reicht wirklich nicht. Ich weiß das er recht hat und das tut weh. Es tut weh, weil ich in dem Moment nicht weiß, warum ich nicht mehr mache. Ich weiß, dass ich, würde sich jemand anderes so verhalten, ganz easy über ihn urteilen, ja, ihn vielleicht sogar verurteilen würde. Ich wäre genervt davon, dass er nur große Töne spuckt aber nichts umsetzt. Jetzt muss ich mich meiner eigenen Kritik stellen.

Daniel bohrt. Er lässt nicht locker, fragt links herum, dann rechts herum, fragt direkt und indirekt, bis ich es endlich schnalle. Bis ich entdecke, es ist wie damals als ich aufhörte für mein Abi zu lernen, weil ich ein Ziel hatte und dachte es eh nicht erreichen zu können. Damals lähmte mich meine Angst. Und so lange ich nicht alles gab konnte ich beim Versagen wenigstens sagen, ich hab ja auch nicht alles gegeben. Aber versage mal obwohl du alles in deiner Macht stehende getan hast…

„Ich habe Angst zu versagen obwohl ich alles gegeben habe“, erkläre ich kleinlaut.

WAS DU GEGEN DEINE ANGST TUN KANNST

Ich weiß nicht, wie wir unsere Ängste loswerden können. Aber darf ich dir etwas verraten? Ich versuche es auch nicht mehr. Nein, inzwischen versuche ich, meine Ängste anzunehmen und zu lernen, mit ihnen zu leben. Ich will meine Ängste an die Hand nehmen und mit ihnen den Weg gemeinsam gehen. Ihnen, und somit mir selbst zeigen, dass wir alles schaffen können.

Was du also gegen deine Angst tun kannst ist, aufzuhören gegen sie zu kämpfen. Nimm sie an. Sie wird doch eh nicht verschwinden.

Und wenn du sie dann angenommen hast, dann gebe einfach nur dein Bestes. Mehr kannst und mehr brauchst du nicht zu tun!

Du weißt ja selbst:

wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren

VERURTEILE DICH NICHT

Eine Sache möchte ich dir noch mit auf den Weg geben, oder mir selber: Hör auf dich zu verurteilen!

Niemandem hilft es, vor allem dir selbst nicht, wenn du dich für deine Angst verurteilst. Versuche sie mit Liebe anzunehmen. Ja ich weiß, dass klingt sehr esoterisch und man fragt sich schnell, wie man das bitte anstellen soll. Ich weiß nicht genau, wie das geht, aber ich weiß inzwischen, dass das der beste Weg ist um trotz der Angst seinem Ziel näher zu kommen.

Also, hören wir auf damit uns selbst fertig zu machen nur weil wir gerade nicht mutig sind. Hören wir auf mit den Beschimpfungen und Beleidigungen. Stop mit all den Verurteilungen.

Es ist ok, Angst zu haben, denn alles, was wir wollen, geht auch mit der Angst. Aber das geht nur, wenn wir sie annehmen. Ich kämpfe nicht mehr dagegen an, stattdessen versuche ich mich immer wieder daran zu erinnern, dass sie mich nur schützen will. Sie ist meine Freundin. Warum sollte ich sie da verurteilen? Ich gehe also Hand in Hand mit meiner Angst. Und das kannst du auch!

 


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