Frühaufsteher

Schon lange stört es mich, dass ich als Nachteule so früh aufstehen muss. Abends um 23:00 Uhr bin ich für gewöhnlich topfit. Ich bin wach, kreativ, motiviert, produktiv. Ich könnte arbeiten, Sport treiben, Frühjahrsputz machen. Aber ich muss ins Bett. Wenn ich nicht spätestens um 23:00 Uhr schlafen gehe, dann habe ich am nächsten Tag echt ein Problem.

Normalerweise soll mein Wecker mich um 6:00 Uhr aus dem Bett schmeißen, denn ich mag es, morgens genug Zeit für meine Morgenroutine und mich selbst zu haben. Schon lange steht mein Wecker allerdings auf 7:00 Uhr worunter nicht nur meine Routine sondern auch meine Stimmung leidet…

Und genau aus diesem Grund möchte ich etwas ändern. Mir ist klar, dass ich nicht erwarten kann, spät ins Bett zu gehen und trotzdem früher aufzustehen. An einem der beiden Enden muss ich für genügend Schlafenszeit sorgen. Da ich aktuell jedoch nicht in der Position bin, meine Arbeitszeiten nach hinten zu verlegen und somit am Morgen mehr Zeit zu gewinnen, mich per se aber auch nicht zum früheren Schlafengehen überwinden kann, werde ich etwas anderes versuchen: Ich werde zum Frühaufsteher!

Schon häufig habe ich gelesen, dass Frühaufsteher produktiver, fitter, gesünder und erfolgreicher sein sollen (sicherlich habe ich auch ähnlich oft gelesen wie toll Langschläfer sind…). Wenn das keine guten ersten Anreize sind um zum Frühaufsteher zu werden, dann weiß ich auch nicht.

Ich habe außerdem überlegt, mal zu versuchen bereits vor der Arbeit Joggen zu gehen. So hätte ich zumindest an zwei Tagen in der Woche mein Ausdauertraining bereits absolviert bevor der Tag so richtig los geht. Es soll auch wacher machen bereits morgens mit Bewegung in den Tag zu starten. Klingt doch ebenfalls verlockend, oder nicht?

Langschläfer

Inzwischen habe ich mich ein bisschen belesen und verschiedene Tips dazu zusammen getragen wie man zum Frühaufsteher wird:

  • Früher ins Bett gehen. (Überraschung :D) Wenn das kein unschlagbar hilfreicher Hinweis ist, dann weiß ich auch nicht. Aber mal ernsthaft. Gemeint ist hiermit, dass du es dir einerseits wirklich vornimmst früher ins Bett zu gehen und es dir andererseits auch erlaubst. Arbeit, die du bisher abends erledigt hast verschiebst du, irgendein Film ist nicht so wichtig wie ausreichend Schlaf. Mach dir das bewusst und setze deine Priorität entsprechen. Und, selbst wenn du nicht müde bist, geh ins Bett. Dann ließ noch, hör ein ruhiges Hörbuch oder ein Podcast, meditiere, egal. Sobald du im Bett liegst fährt dein Körper in den Ruhemodus. Dein Geist wird folgen!
  • Den Wecker in einiger Entfernung platzieren. Ich denke, dieser Trick ist bekannt und irgendwo selbsterklärend. Steht dein Wecker weiter weg, so musst du, um ihn morgens auszuschalten, raus aus dem Bett. Wenn du dich dann wirklich wieder hinlegst, nachdem du bereits gestanden hast, dann willst du nicht wirklich zum Frühaufsteher werden!
  • Eine feste Routine aufbauen. Dies gilt sowohl für den Morgen als auch für den Abend. Wiederhole gewisse Abläufe täglich um dich mental und körperlich auf das früherer Schlafen und Aufstehen einzustellen. Routinen helfen uns durch den Tag und sorgen nach einer gewissen Zeit dafür, dass wir die Dinge ganz automatisch und ohne viel nachzudenken erledigen.
  • Am Abend vorher eine Tagesplanung erstellen. Schreibe einfach kurz auf, was morgen ansteht, Termine, ToDos, alles. Dies hat mindestens zwei Vorteile. Zum einen weißt du so direkt, welche ToDos für den neuen Tag auf dem Plan stehen und zum anderen hast du es aus dem Kopf was bedeutet, dass du dir nicht die ganze Nacht Gedanken darüber machen musst. Integrier dies doch einfach in deine feste Abendroutine!
  • Nur kleine Veränderungen machen. Wenn du bisher um acht aufgestanden bist, dann wird es dir vermutlich nicht sehr lange gelingen zukünftig als Frühaufsteher schon um 5:00 Uhr das Bett zu verlassen. Große Schritte führen zu großer Frustration. Also geh es langsam an. Für die nächsten paar Tage stellst du deinen Wecker nur fünfzehn Minuten vor, oder dreißig wenn du sicher bist, dass dir das nicht so schwer fällt. Stehe also für die nächsten paar Tage um 7:45 Uhr auf. Wenn das easy geht, dann stelle den Wecker wieder weiter vor. So näherst du dich in kleinen Schritten deiner Zielzeit an und kannst dich dennoch entspannt auf die neuen Schlafens- und Aufstehzeiten einstellen.
  • Belohne dich nach dem Aufstehen. Such dir irgendetwas, auf das du dich schon abends freuen kannst. Ein heißer Kaffee, ein leckeres Frühstück, der Sonnenaufgang, die Meditation, dein Frühsport oder ein tolles Buch. Finde etwas, mit dem du dich für das frühe Aufstehen belohnen kannst.
  • Nutze die freie Zeit morgens sinnvoll. Es hat nicht wirklich einen Sinn wenn du in Zukunft zwar drei Stunden früher aufstehst, aber mit dieser Zeit nichts machst. Baue dir hier wenn möglich eine nützliche Routine auf. Kaffee, Meditation, Sport, Duschen, Lesen, Frühstück, Arbeiten. Wie auch immer deine Routine aussieht oder was auch immer du machen möchtest, nutze die gewonnene Zeit am Morgen. Stell dir mal vor, du würdest ab heute morgens schon drei Tagesaufgaben erledigt haben bevor alle anderen aufstehen. Mehr Freiheit für dich und ein tolles Gefühl für den Tag!
  • Immer um die gleiche Uhrzeit aufstehen. Routine, Routine, Routine. Angeblich gewöhnt sich unser Körper innerhalb von vierzehn Tagen an den neuen Rhythmus wenn wir diesen täglich einhalten, soll heißen, auch am Wochenende klingelt dein Wecker zur Frühaufsteher-Zeit. Ich denke, sobald man hier wirklich eine Routine hat die einem easy von der Hand geht, ist es auch kein Problem wenn man sich ab und an mal einen Morgen mit Ausschlafen erlaubt…
  • Ausreichend Schlaf planen. Geh nicht um 23:00 Uhr ins Bett und versuche um vier wieder aufzustehen. Man sagt, acht Stunden Schlaf sind am gesündesten. Ich denke, du musst für dich deine Schlafmenge ermitteln. Mein Freund zum Beispiel kommt am besten mit sieben Stunden aus, ich dagegen brauche häufig neun Stunden. Wenn du also um vier aufstehen willst und sieben Stunden Schlaf brauchst, dann liegst du um 20:30 (halbe Stunde Einschlafzeit) im Bett.
  • Angenehmer Weckton. Man soll sich sanft wecken lassen habe ich gelesen. Die Holzhammermethode am Morgen sorgt für schlechte Laune. Finde also einen angenehmen Weckton, der dich aber dennoch wach bekommt.

Gewohnheiten

Mit diesen zehn Tips, die bei meinen Recherchen immer und immer wieder auftauchten, sollten wir jetzt gut gerüstet sein um vom Langschläfer zum Frühaufsteher zu werden.

Machst du mit?


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*