Warum

Inzwischen weißt du, was es mit dem Warum auf sich hat. Wir haben darüber gesprochen, weshalb es so wichtig ist, ein Warum zu haben und ich habe dir eine Möglichkeit gezeigt, wie du dein Warum finden kannst. Worüber wir jedoch nicht gesprochen haben ist, welche Fehler du bei deinem Warum machen kannst. Und genau darum soll es heute gehen.

MANGELBEWUSSTSEIN

Der erste Fehler beim Ergründen deines Warums kann ganz leicht passieren wenn du mit falschem Fokus unterwegs bist. Wenn du dich überwiegend auf all das konzentrierst, was du nicht hast, was dir fehlt und was schlecht ist in deinem Leben, dann wirst du darauf aufbauend dein Warum kreieren.

Ein gutes Beispiel für ein aus dem Mangelbewusstsein entstandenes Warum ist Geld. Wenn es dir nur darum geht, viel Geld zu verdienen mit dem, was du machst, dann manipulierst du dich selbst. Zum einen wird dir einfach der richtige Antrieb fehlen und zum anderen bestärkst du damit meiner Meinung nach deinen sehr wahrscheinlich vorhandenen negativen Glaubenssatz zu Geld.

Aber eins nach dem anderen. Antrieb: Wenn Geld dein Antrieb ist, weil du kein oder nicht genug Geld hast, dann wird dir die Motivation fehlen Dinge für lau zu machen. Aber so startet man am Anfang. Du kannst nicht alles was du tust direkt monetisieren. Sehr wahrscheinlich wird es sogar vieles um deine Leidenschaft, um dein Was herum geben, das du einfach tun musst um dich aufzubauen, dich und deine Marke, dein Produkt bekannt zumachen.

Nehmen wir an, dein Motiv ist Liebe. Das Bedürfnis nach Liebe, entstanden aus dem Mangelbewusstsein heraus, wird vermutlich dazu führen, dass du deinem Liebespartner, sei es dein Ehemann, deine Kinder oder Freunde, wer auch immer, dass du ihm oder ihnen Erwartungen entgegenbringst, die sie gar nicht erfüllen können, und, davon mal abgesehen, auch gar nicht erfüllen müssen.

Ein Motiv aus dem Mangel heraus wird dich nicht wirklich an dein Ziel bringen.

Neben dem fehlenden Antrieb habe ich noch die negativen Glaubenssätze angesprochen.

Wenn du etwas machst, weil du etwas anderes nicht mehr willst (du willst dich nicht mehr ungeliebt fühlen oder du willst nicht mehr jeden Euro zweimal umdrehen müssen), dann konzentrierst du dich immer auf das Negative und bleibst im Mangelbewusstsein. Dein Fokus liegt auf dem, was du nicht hast und nicht mehr willst statt auf den Dingen, die du willst. Durch diesen fehlausgerichteten Fokus bestärkst du meiner Meinung nach deine negativen Glaubenssätze die überhaupt erst für dein falsches Warum verantwortlich sind.

Eine Familie gründen und Kinder haben zu wollen damit dich endlich jemand liebt wird nicht funktionieren. Es ist schlichtweg der falsche Grund. Eine Familie zu gründen weil du so viel Liebe in dir trägst und dieses großartige Gefühl in die Welt geben möchtest, dass ist ein absolut wundervolles und starkes Warum.

Fehler

ANGST

Ein weiterer Grund für ein Warum, der dich meines Erachtens nach langfristig nicht ans Ziel bringen wird, ist die Angst.

Angst ist immer ein schlechter Motivator. Denn letztendlich geht es dir in diesem Fall nur darum einen unangenehmen Zustand zu vermeiden statt einen angenehmen Zustand wirklich erreichen zu wollen. Vermutlich würdest du auf der Hälfte des Weges schon stoppen, einfach, weil du hier schon keine Angst mehr hast.

Ein richtig gutes Warum jedoch wird dich dein Leben lang motivieren und dich vorantreiben. Es wird dich zum Weinen aber auch zum Lachen bringen und es wird dir deine Stärke zeigen. Und durch diese Stärke, die du bereits besitzt und die, die du im Laufe der Zeit aufbaust, wirst du merken, dass du keine Angst haben brauchst.

Angst ist ein Begleiter den wir brauchen, Angst macht uns vorsichtig und aufmerksam. Doch sie sollte uns nicht steuern und schon gar nicht unser Antrieb sein.

Mit der Angst ist es ganz ähnlich wie mit dem Mangelbewusstsein, du fokussierst dich auf etwas, dass du nicht mehr willst. Versuche lieber, deinen Fokus auf etwas zu richten in dem du sicher und mutiger bist.

KEIN WARUM ZU HABEN

Den aller allergrößten Fehler den du machen kannst, ist, dich gar nicht erst mit deinem Warum auseinanderzusetzen.

Mein Studium schloss ich mit 1,6 ab. Warum? Weil ich unglaublich viel Spaß beim Lernen mit meinen Mädels hatte und mich das eine oder andere Thema tatsächlich interessiert hat. Am wichtigsten war aber, dass ich wusste, ich will mit Menschen zusammen arbeiten, ihnen helfen und sie unterstützen und das kann ich am Besten mit diesem Studium.

Seit 15 Jahren fahre ich eine glückliche Beziehung. Warum? Weil mir Vertrauen, Sicherheit und Zuneigung wichtig sind. Weil mein Partner mir Halt gibt, mich stark macht. Weil dieser Mann für mich das Wichtigste ist und ich weiß, dass ich das Wichtigste für ihn bin.

Alles, was bei mir gut lief oder gut läuft hat ein starkes Warum. Auch für Guide to Happiness gibt es ein Warum genauso wie für meine Fotografie.

Wenn du noch kein Warum hast, dann setz dich hin und fang an es herauszufinden. Dein Warum wird dir helfen motiviert und fokussiert zu bleiben. Dein Warum ist dein Kompass, dein Treibstoff, die Essenz deines Lebens.

Mindset

DREI FEHLER DIE DU BEI DEINEM WARUM VERMEIDEN SOLLTEST

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass du am besten noch heute damit anfängst, dich mit deinem Warum zu beschäftigen. Vermeide dabei, dass du aus Angst oder aus dem Mangel heraus fühlst und entscheidest. Versetze dich in eine gute Stimmung und dann schau dir an, wo du in deinem Leben hinwillst. Was willst du erreichen? Wer möchtest du sein? Wie willst du dich fühlen? Und dann überlege dir, warum du genau das möchtest!

Ich wünsche dir viel Spaß dabei dein Warum zu finden!


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