negative Glaubenssätze

Heute möchte ich meinen ersten Post zu dem großen Thema negative Glaubenssätze veröffentlichen.

Doch bevor ich mich diesem riesigen Thema widme, möchte ich vorab sagen, dass ich weder Expertin in diesem Bereich bin, noch erfolgreich meine negativen Glaubenssätze bearbeiten konnte, jedenfalls bis jetzt nicht.

Das Wissen zu diesem Thema stammt aus verschiedenen Büchern sowie aus meinen eigenen Erfahrungen, Erlebnissen und Gesprächen mit Freunden und Bekannten.

Da ich einfach nicht weiß, wo man bei diesem riesigen Thema am besten anfängt, springe ich einfach direkt rein. Also, lass uns mit der Wahrheit über negative Glaubenssätze beginnen.

WAS DU ÜBER NEGATIVE GLAUBENSSÄTZE WISSEN SOLLTEST

Mit Glaubenssätzen ist deine tief verankerte, innere Überzeugung oder Meinung über dich und die Welt gemeint. Ein Glaubenssatz ist so etwas wie eine Lebensregel für dein Leben. Er beschreibt, wie du die Welt wahrnimmst, wie du denkst, fühlst und dich verhältst.

Die meisten negativen Glaubenssätze entstehen bereits in den ersten Jahren unseres Lebens. Es sind nicht wir, die diese Glaubenssätze hervorrufen, sondern unsere Eltern. Ein Glaubenssatz sagt gar nichts über uns und unseren Wert aus. Im Grunde genommen zeigt er nur, welchen Erziehungsstil unsere Eltern hatten.

Verstehe mich nicht falsch. Deine Eltern haben ihr bestes gegeben und dich (hoffentlich) so gut wie möglich erzogen. Dennoch haben sie Fehler gemacht. Warum? Weil auch sie irgendwann einmal von ihren Eltern erzogen wurden und die wiederum von ihren Eltern. Und jedes Mal wurden Prägungen der eigenen Kindheit an den Nachwuchs weitergegeben. Eltern sind Menschen wie du und ich, mit Gefühlen und Fehlern.

Wenn ich also sage, dass wir unsere (meisten) negativen Glaubenssätze aufgrund der Erziehung unserer Eltern haben, dann versteh dies bitte nicht als Vorwurf sondern lediglich als einen unumstößlichen Fakt.

NEGATIVE GLAUBENSSÄTZE SIND UNSCHULDIGER ALS DU DENKST

Als ich anfing mich mit meiner Persönlichkeit, meinem Mindset und allem, was du zugehört auseinanderzusetzen stieß ich recht schnell auf die Bedeutung der Glaubenssätze in mir. Meiner Meinung nach ist dies wirklich ein zentrales Thema wenn wir von persönlicher Weiterentwicklung sprechen.

Ich tauchte also auch in diesem Bereich tiefer ein und je mehr ich über Glaubenssätze im Allgemeinen lernte umso mehr kam ich auch meinen eigenen negativen Glaubenssätzen auf die Spur. Und leider festigte sich damit auch immer mehr die Überzeugung, dass meine Glaubenssätze Schuld an meinen Problemen sind.

Dieser Glaube ist falsch!

Deine Glaubenssätze machen dir keine Probleme. Es ist dein Verhalten, genauer gesagt deine (Über)Lebensstrategien, die für Schwierigkeiten in deinem Leben sorgen (können).

LEBENSSTRATEGIEN ALS RESULTAT NEGATIVER GLAUBENSSÄTZE

Unsere negativen Glaubenssätze beeinflussen unsere Wahrnehmung und somit auch ganz klar unser Denken, Fühlen und Handeln.

Du handelst aber nicht auf eine bestimmte Weise, weil du einen Glaubenssatz X in dir trägst, sondern weil du dich vor diesem Glaubenssatz, beziehungsweise vor der Bestätigung und dem Gefühl der Bestätigung deines Glaubenssatzes schützen willst.

Nicht verstanden? Macht nichts. Mir fiel das am Anfang auch nicht so leicht.

BEISPIEL: „ICH BIN NICHT GUT GENUG“

Nehmen wir als Beispiel den Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“. Nun hast du mehrere Möglichkeiten dich vor der Bestätigung, dass du tatsächlich nicht gut genug bist, zu schützen.

Entweder du tust alles in deiner Macht stehende, um der Beste zu sein, du lernst, arbeitest, machst und tust wie ein Verrückter, du wirst zum Perfektionisten nur, um nicht wirklich mal wieder zu fühlen, dass du nicht gut genug bist.

Eine Alternative zum Perfektionismus ist die Resignation, leider etwas, was ich nur zu gut von mir selbst kenne. Wenn du resignierst, dann geht es nicht mehr darum, allen zu beweisen, dass du mehr als nur gut bist, sondern darum, es gar nicht erst zu versuchen. Wenn du also vorher aufgibst, dann kannst du nicht im Sinne deines Glaubenssatzes fühlen, denn du weißt gar nicht, ob du es geschafft hättest oder nicht.

GLAUBENSSÄTZE ALS WAHRNEHMUNGSFILTER

Wie gesagt, es sind nicht unsere Glaubenssätze, sondern die daraus resultierenden Schutz- oder eben Lebensstrategien, die uns das Leben erschweren können.

Dennoch, und vielleicht liegt dir dieser Einwand schon länger auf der Zunge, haben wir diese Strategien natürlich erst auf Grund unserer Glaubenssätze entwickelt. Wo wir letztendlich wieder bei dem Thema wären wie wichtig unsere eigene Einstellung ist und wieviel Verantwortung wir für unser Leben übernehmen.

Darum soll es gerade aber nicht gehen. Mir ist jedoch wichtig dir noch einmal zu sagen, dass deine Glaubenssätze deine Wahrnehmung lenken. Sie sind wie eine Brille, die du permanent mit dir herum trägst. Du sendest ständig irgendwelche (negativen) Gedanken aus, zu meist unbewusst und interpretierst dein Denken in die Köpfe anderer. Und um dich dann vor negativen Reaktionen und Bewertungen zu schützen wendest du Lebens- oder Schutzstrategien an. Denn wir wollen nicht (wieder) verletzt werden, wir wollen keinen Schmerz (mehr) fühlen.

Aber das alles ist nur eine subjektive Wahrheit. Es ist deine Wahrnehmung. Meine Wahrnehmung. Wie du über mich denkst kann ich gar nicht wissen und doch bilde ich es mir ein und zwar aufgrund meiner Glaubenssätze.

Es wird Zeit für uns zu lernen, wie wir unsere Strategien verändern und so unsere Glaubenssätze entkräften können.


One thought on “Die Wahrheit über negative Glaubenssätze”

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