Verzweiflung

Ich stecke fest.

Seit vier Tagen nun kämpfe ich mit schlechter Laune. Und nicht nur das, ich falle beinahe komplett in meine alten Muster zurück und merke es selbst gar nicht.

Da dachte ich, ich hätte mich in dem letzten halben Jahr doch schon reichlich verändert um jetzt festzustellen, dass genau das eben nicht der Fall ist.

Worauf es jetzt ankommt ist, am Ball zu bleiben. Ich weiß inzwischen, dass ich mich wieder auf alten Pfaden bewege und gerade eher einen Schritt zurück statt vorwärts mache. Nun gilt es, die Notbremse zu ziehen und wieder auszubrechen.

24 STUNDEN, 7 TAGE DIE WOCHE

Persönlichkeitsentwicklung und die damit einhergehenden Veränderungen sind anstrengend. Und es bedeutet permanente Arbeit. Außerdem ist sie trügerisch wie ich gerade feststelle.

Ich dachte, schon einen guten Sprung gemacht zu haben, inzwischen anders zu handeln und zu denken. Aber nein, dem ist leider nicht so. Mir fällt dabei der Mathematikunterricht in der Schule ein:

alte Muster

Genau so ist es auch manchmal im Leben, oder findest du nicht? Für mich ist es mit meiner persönlichen Reise gerade so. Und im Moment scheine ich mich in der Testphase zu befinden. Glücklicherweise ist nicht jede Testaufgabe so, wie in diesem Beispiel. Aber es tauchen immer mal wieder solche fiesen und völlig verwirrende Aufgabe auf.

Das Problem an der Sache ist nur, dass wir uns ständig in einer Testphase befinden. Aber hören wir auf das ganze als Test zu sehen. Es ist unser Leben und das ist wunderbar. Unser Leben bietet uns ständig Möglichkeiten, Chancen und Wege um zu wachsen und uns weiterzuentwickeln. Im Grunde genommen ist das ein riesiges Geschenk. Nur manchmal kann es eben doch sehr anstrengend werden.

kein Ausweg

NACHDENKEN

Ok, ich stecke also gerade fest. Meine Laune ist schlecht, ich agiere nach alten Mustern und habe das Gefühl, dauerhaft unter Anspannung zu stehen. Aber was kann ich nun dagegen tun?

Ich muss nachdenken. In mich hineinhorchen, spüren. Was ist Auslöser, Grund und Ursache für diese Gefühle? Was denke ich eigentlich gerade? Woher kommt mein Wunsch, mich wieder zu betäuben?

Liebend gerne würde ich handeln. Doch ich schaffe es nicht. Ich meditiere nicht, mache weder Yoga noch gehe ich Laufen und auch mein Journal habe ich schon länger nicht mehr geführt. Ich lasse all das weg, was mir gut tut.

Warum ist das so? Wieso fällt es mir manchmal so leicht und momentan so schwer? Aus welchem Grund scheint es mir gerade unmöglich die Dinge zu tun, die sich bereits als stärkend und wohltuend für mich bewährt haben?

Ich weiß es nicht. Ich komme nicht dahinter. Und warum nicht? Weil ich in meinen alten Mustern bin. Das heißt, ich betäube mich schon wieder mit Serien und den Sozialen Medien. Nur das mit dem Essen habe ich glücklicherweise weiterhin im Griff.

Einsamkeit

HANDELN

Ich muss handeln. Ich muss meine alten Verhaltensweisen ganz klar genau jetzt durchbrechen. Doch mir fehlt die Kraft.

Seit Tagen plagen mich Kopfschmerzen, ich fühle mich krank, schlafe schlecht und bin müde. Es ist der Wahnsinn was meine negativen Gedanken in meinem Körper ausrichten. Das schlimmste daran, ich weiß nicht einmal was ich denke.

Aber egal. Ich muss etwas tun. Also plane ich eine neue Challenge und zwinge mich zu meiner mir guttuenden Morgenroutine. Ich werde wieder laufen gehen trotz Kopfschmerzen und so durchbreche ich den Kreis.

Da mein Wochenende leider komplett verplant ist und ich auch nicht zu Hause sein werde, kann ich einfach noch nicht heute damit anfangen. Ich bin ok damit. Ich gebe mir diese Woche um meine derzeit noch unsichtbaren Wunden zu lecken. Und Montag gehe ich zurück in meine Kraft!


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