Morgenroutine

Vor einigen Wochen habe ich dir hier von meiner Morgenroutine erzählt. Als ich den Post schrieb und veröffentlichte war ich richtig gut dabei und fühlte mich pudelwohl mit meinem täglichen, routinierten Ablauf. Das ich meine Routine am Morgen bald wieder verlieren würde, hätte ich zu dem Zeitpunkt wirklich nicht gedacht.

Nur eine Woche später war meine Routine im Eimer. Ich weiß gar nicht mehr genau, was es war, was mich aus dem täglichen Ablauf rausgeholt hat, vermutlich eine Erkältung. Sicher weiß ich nur, dass es irgendeine Kleinigkeit war, die eben jeden von uns treffen kann. Eine Kleinigkeit, die sich anschleicht und in unserem Leben einnistet und deine Routinen sprengt.

So war es bei mir und ich bin mit inzwischen zu hundert Prozent sicher, dass ich damit nicht alleine stehe.

Wenn die Morgenroutine zerfällt…

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich hier auf dem Blog schon erwähnt habe, dass meine Morgenroutine gar nicht mehr besteht. Statt um sechs stehe ich um sieben auf, statt zu meditieren, Yoga zu praktizieren und mein Erfolgsbuch zu schreiben entspanne ich nach dem Aufstehen lieber auf dem Sofa und checke meine Social-Media-Accounts. Sorry, aber das ist die Wahrheit.

Eine traurige Wahrheit. Traurig deswegen, weil es mir sehr gut tat eine feste allmorgendliche Routine zu haben. Sie gab mir nicht nur Struktur für den Start in den Tag, sondern auch Kraft, Energie und Motivation. Mir tat meine Morgenroutine einfach unglaublich gut. Und ja, dennoch praktiziere ich sie nicht mehr. Verrückt, oder nicht?

Nein. Das ist nicht verrückt, ich bin nicht verrückt. Und wenn es bei dir mit den Routinen auch nicht klappt, dann bist auch du nicht verrückt. Und weißt du auch, warum nicht? Weil es völlig normal ist, dass Dinge nicht auf Anhieb klappen. Nur weil wir uns einmal eine Routine aufgebaut haben, heißt das nicht, dass die auch für immer beständig bleibt.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Eine Routine aufzubauen bedeutet, sich eine neue Gewohnheit anzueignen und ich erzähle dir sicherlich nichts neues wenn ich dir sage, dass es mit zu unseren schwersten Aufgaben gehört, Gewohnheiten zu verändern und aufzubauen.

Am Anfang hab ich mich richtig geärgert. Es hat mich total gestört, dass ich es nicht mehr geschafft habe in mein morgendliches Ritual hineinzufinden. Außerdem kam auch noch dazu, da ich doch gerade erst meine tolle Morgenroutine hier veröffentlich hatte und nun versage ich? Nur eine Woche später? Wie blöd ist das denn? Und nicht zuletzt hat es mich auch einfach total gewurmt, dass ich etwas, was mir doch so gut tut, nicht durchziehe.

Inzwischen bin ich entspannter. Mir ist klar, dass ich zu meiner Routine zurückfinden werde, einfach, weil es mir wichtig ist und weil ich weiß, dass es ausschließlich an mir liegt. Ich habe mir also die Zeit genommen und mich gefragt, wo gerade das Problem ist, warum ich keine festen Abläufe am Morgen in meinem Leben integrieren kann. Und siehe da, ich schlafe einfach zu lang.

Ha, so einfach ist das. Wie soll ich auch eine einstündige Routine in eine halbe Stunde Zeit quetschen? Geht nicht. Also habe ich mich einem neuen Projekt gewidmet – dem frühen Aufstehen. Und weißt du was, auch das läuft nicht 😀

Es geht immer um Gewohnheiten

Ey, mal ganz ehrlich. Das alles sind Gewohnheiten die ich irgendwie in meinem Leben integrieren möchte. Gestartet mit der Information erfolgreicher Leute wie wichtig so etwas ist, inzwischen gewollt weil ich gemerkt habe, dass es mir einfach gut tut. Aber ich kann es deswegen dennoch nicht einfach so umsetzten.

Diesen Artikel schreibe ich, um dir zu zeigen, dass Scheitern dazu gehört. Du bist nicht alleine wenn du mit dir haderst weil du den Wecker zum dritten mal auf Snooze gestellt hast und deine Morgenroutine somit wieder einmal der süßen Schlummerei weichen musste. Mir geht es auch so und ich bin überzeugt davon, dass es da draußen noch mehr gibt, die an solchen Vorhaben scheitern.

Aber irgendwann wirst du hier einen Post von mir lesen in dem ich dir erzähle, dass ich wieder drin bin. Und dann wird es wieder einen Post geben der dir sagt, dass ich wieder draußen bin, aber der Abstand wird größer sein. Und so mache ich einfach weiter bis ich eben nicht mehr aufhöre, meine Routine zu leben und aus der neuen Sache eine wirkliche Routine, eben eine Gewohnheit gemacht habe. Versprochen!

Und jetzt, erzähl doch mal, welche Gewohnheit versuchst du in deinem Leben zu integrieren?

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