Gründe für Persönlichkeitsentwicklung

In meinem Vorstellungstext hast du wahrscheinlich schon gelesen, wie ich überhaupt zur Persönlichkeitsentwicklung gekommen bin, bzw. wie ich damals angefangen habe. Heute möchte ich dir erzählen, warum ich mich dafür entschieden habe, ganz bewusst an mir zu arbeiten und welche Ziele ich zur Zeit verfolge. Das hier wird also ein ganz persönlicher und offener, ehrlicher Post. Viel Spaß beim Lesen!

Aber bevor wir starten, möchte ich anmerken, dass ich mit „damals“ mein Leben vor knapp einem halben Jahr meine. Wenn ich also von damals spreche, dann meine ich die Zeit, bevor ich entschied (und es dann auch tat) an mir selbst zu arbeiten.

ICH KONNTE MICH SELBST NICHT MEHR ERTRAGEN

Also, damals war ich an einem Punkt, an dem ich dachte, viel schlechter könne es mir bald nicht mehr gehen. Ich war sehr gestresst durch meinen Job, vermutlich auch etwas überfordert mit der gesamten damaligen Situation. Ich leitete zum ersten Mal in meinem Leben zwei Teams, fühlte mich permanent mit meinen eigenen Ängsten konfrontiert, konnte einfach weder mir, meinen Bewohnern noch meinen Kollegen gerecht werden und bemerkte jeden Tag, dass meine Werte und die meines neuen Arbeitgebers nicht übereinstimmten.

Der Stress wirkte sich bereits gesundheitlich auf meinen Körper aus und sorgte für mehrere krankheitsbedingte Ausfälle meinerseits, was das negativen Gefühl, ungenügend bzgl. meiner Arbeit zu sein, nur noch verstärkte.

Obendrauf kam natürlich noch privates. So quälte ich mich bereits wieder seit Monaten damit herum, dass ich endlich abnehmen wollte und muss und bemitleidete mich für mein ach so schreckliches Leben (aus heutiger Sicht ist mir klar, dass das alles gar nicht so schrecklich gewesen ist!).

Wie du siehst, ich war rundum unzufrieden. Jeder Bereich meines Lebens wiegte irgendwie schwer und ich ließ mich von allem herunterziehen. Das Schlimmste daran war eigentlich, dass ich mich selbst nicht mehr ertragen konnte. Und anstatt irgendetwas zu ändern bemitleidete ich mich einfach jeden Tag ein bisschen mehr.

WAS IST DIE LÖSUNG?

Es gab mal wieder ein Krisengespräch. Wie sooft in dieser Zeit nahm mich mein Freund bei Seite und machte mir deutlich, wo überall die Probleme lagen. Und das größte Problem war ganz klar, dass ich mich selbst aufgegeben hatte.

In einer stundenlangen Diskussion stellte sich heraus, dass ich aufgehört hatte, an mich zu glauben.

Nichts in mir hatte die Hoffnung, dass sich mein Leben irgendwann ändern würde. Ich glaubte nicht mehr daran, dass ich selbst Dinge verändern kann. Für mich war mein Schicksal ganz klar und es sah nicht gut aus.

Ja, das klingt dramatisch und es ist mir fast ein bisschen peinlich es so zu formulieren. Aber anders kann ich gerade nicht ausdrücken, wie es mir im letzten Sommer ging.

Nach besagtem Gespräch und großer Enttäuschung auf beiden Seiten war mir klar, dass ich irgendetwas tun musste. Entweder ich akzeptierte endlich alles, was da gerade in meinem Leben war, oder aber ich fange an, die Dinge zu verändern. Und genau das tat ich dann auch.

WAS ICH WOLLTE

Mein Leben war (zu) anstrengend, so viel stand fest. Doch was wollte ich denn stattdessen? Genau hierüber musste ich erst einmal nachdenken. Heraus kam, dass ich mehr Zeit für mich haben wollte. Wofür genau, dass wusste ich damals noch nicht, aber ich hasste es, dass mir oft nur zwei Stunden am Tag blieben, die ich für mich nutzen konnte. Und für mich meint hierbei, um Einkäufe und den Haushalt zu erledigen oder eben um auf dem Sofa vor meinem Leben zu flüchten.

Außerdem wollte ich mal wieder reiten und im Sommer schwimmen gehen oder an meinem Geburtstag endlich mal in den Kletterwald fahren. Ich wollte mich in meinem Körper wohlfühlen, sportlich und sexy sein. Was dafür nötig ist? Ich muss abnehmen. Also, genau genommen müsste ich das nicht, denn ich hätte auch mit meinem Gewicht reiten, schwimmen und klettern können. Nur fühlte ich mich einfach so extrem unwohl, dass ich es vermied mich großartig in der Öffentlichkeit sportlich zu betätigen.

Des Weiteren wollte ich eine andere Wohnung, ein schöneres (was auch immer das heißen mag) Leben und einfach mehr erleben, Abendteuer. Um das zu erreichen brauche ich nicht zuletzt auch ein wenig Geld. Das heißt, ich muss endlich lernen, mir mein Geld besser einzuteilen und zu sparen.

WAS ICH JETZT WILL

Ich möchte die oben genannten Dinge noch immer. Ganz vorn steht dabei mein Wunsch, abzunehmen. Seit Mitte Januar tue ich genau das. Ich mache nichts anderes als in den unzähligen Versuchen zuvor auch, nur dieses Mal ist mein Mindset ein anderes. Ich habe mich nicht bewusst entschieden, dann und dann abzunehmen. Es war nicht erst die Ernährungsumstellung und dann das neue Denken da. Nein, es war genau anders herum. Ich habe erst an mir gearbeitet, aber das mit dem bewussten Ziel, durch die Arbeit an mir wieder in das Vertrauen zu mir zu kommen. Denn ich vertraute mir ja nicht mehr und somit glaubte ich auch nicht, dass ich es jemals schaffen würde, abzunehmen.

Ich möchte auch immer noch mehr Zeit für mich. Durch meinen Jobwechsel habe ich schon stark an Lebensqualität dazu gewonnen. Inzwischen habe ich ca. fünf Stunden täglich für mich. Das ist ein Luxus dessen ich mir durchaus bewusst und für den ich unglaublich dankbar bin. Nun geht es mir darum, meine Zeit auch frei einteilen zu können. Derzeit ist das so nicht möglich, aber ich arbeite daran.

Abendteuer, reisen und irgendwann eine andere Wohnung. Ja, auch das steht immer noch auf meiner haben-wollen-Liste. Deswegen war ich im Februar bei der Bank und habe mir, ganz altmodisch, ein Sparbuch angelegt.

Drei große Ziele: Abnehmen, flexible Zeiteinteilung und Leben.

NEUE ZIELE?

Ja, es gibt neue Ziele. Oder genauer gesagt, meine großen Ziele Abnehmen, Zeiteinteilung und Leben haben sich etwas differenziert:

Ich will beispielsweise nicht mehr einfach nur abnehmen. Eigentlich will ich nämlich wieder das, was ich schon vorher wollte. Soll heißen, es geht mir inzwischen um die Erreichung dessen, was ich mir durch mein Übergewicht untersage. Reiten, schwimmen, klettern, laufen, losgelassen sein. Fit werden, sexy fühlen, die Sachen shoppen, die ich mag und nicht nur die, die mir passen. Vor dem Spiegel stehen und denken, dass ich mich heute richtig klasse finde oder auch einfach mal nicht ständig am Oberteil herumzuppeln müssen, damit man die Speckrolle nicht so sieht. Es steht also weniger das Abnehmen im Vordergrund als viel mehr die Dinge, die ich machen kann (und werde), wenn ich mich nicht mehr selbst aufgrund meines Gewichts einschränke.

Und genauso ist es auch mit der Zeit und dem Geld. Ich möchte selbst entscheiden, wann ich arbeite. Will ich morgens um neun aufstehen und dann erst mal in Ruhe meine Morgenroutine machen um nach zwei Stunden in den Tag zu starten, dann sollte dass doch möglich sein. Ich möchte also raus aus dem 9-5-System. Derzeit ist das so nicht möglich. Das macht auch nichts, denn im Moment geht es mir überwiegend gut mit meinem Job. Aber alt werden werde ich da leider nicht.

Beim Geld bin ich tatsächlich etwas kleiner geworden vom Denken her. Denn zuerst stand für mich im Vordergrund für einen Weihnachtsurlaub diesen Winter zu sparen. Inzwischen hat sich aber auch das schon wieder verändert. Ich möchte an meinem Moneymindset, wie es jetzt ja so schön heißt, arbeiten. Mir ist wichtig, Geld bewusster auszugeben und mir vorher genau zu überlegen, ob ich das wirklich brauche und ob es notwendig ist. Außerdem möchte ich mir Rücklagen aufbauen und Geld nutzen, um Erfahrungen zu machen, die mich weiter wachsen lassen, um anderen eine Freude zu machen und auch, um damit etwas Gutes tun zu können.

ALLES IST IN BEWEGUNG

Meine Ziele verändern sich. Die Basis bleibt zwar gleich, doch alles wird konkreter. Ständig kommen neue Gedanken hinzu und anderes fällt hinten ab.

Ich finde es irre spannend zu sehen, was sich alles innerhalb weniger Monate verändert. Wie man plötzlich von Oberflächlichkeit zu Tiefgang kommt, vom Großen zum Kleinen.

Ich bin mir sicher, meine Ziele sind noch immer nicht endgültig. Es wird sich ständig etwas verändern und vielleicht werden sich manche Dinge auch noch vorm Erreichen als unnötig für mich entpuppen. Wichtig ist nur, dass ich mir meiner Ziele bewusst bin. Denn seit ich diese wirklich kenne, finde ich auch immer leichter Wege, wieder einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Und das ist alles, was ich tun kann und es fühlt sich nach so unfassbar viel an!


2 thoughts on “Sieben Gründe für meine persönliche Weiterentwicklung”

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